Klas­se Klas­sik

Klas­sik an der Donau star­te­te die­ses Jahr als Open Air mit in­ter­na­tio­na­len Stars

Von Ulli Scharrer

Alles etwas anders, aber wieder klasse Klassik gab es beim Auftakt am Mittwochabend bei Klassik an der Donau. Nach der Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr konnten sich Klassikfreunde heuer wieder auf einen entspannten Sommerabend voll wunderbarer Musik freuen.

Mit den Mannheimer Philharmonikern und ihrem Dirigenten Boian Videnoff gastiert ein junges und innovatives Orchester in Straubing. Heute folgt der zweite Konzertabend. Wegen Corona-Abstands-Regeln wird an zwei Abenden gespielt. Witterungsbedingt weicht man heute aber in die Stadthalle aus. Da dort Corona auch die Regeln vorgibt, wird zweimal gespielt, einmal um 17 Uhr und ein weiteres Mal um 20 Uhr. Kartenbesitzer, die sich noch nicht telefonisch gemeldet haben, können unter der Telefonnummer 09421/940 6700 ihren Uhrzeitwunsch angeben (wir berichteten).

Das diesjährige Programm besteht aus Werken von Martucci, Mozart und Mahler. Sopranistin Sarah Traubel sowie der international gefeierte Pianist Sergei Babayan bereicherten das Programm.

Das Wetter meinte es trotz angebrachter Jacken gut mit den Zuhörern, die das anspruchsvolle Programm im Open-Air-Ambiente genossen.

Dass die Profis mit einer halben Stunde Verspätung anfingen, der Flügel musste sich noch an die Temperatur anpassen, nahmen die Klassik-Fans gelassen. Verleger Prof. Martin Balle lud als Gastgeber dafür alle auf ein Glas Wein ein und bedankte sich bei der Stadt für die gute Zusammenarbeit und vor allem bei Tagblatt-Marketingleiterin Claudia Karl-Fischer und ihrem Team für die gelungene Organisation. Kein Wunsch blieb den Musikern unerfüllt. Backstage gab es zum Beispiel – kurzfristig gewünscht – zur Bühne einen „grünen Teppich“, passend zur Stadt der nachwachsenden Rohstoffe. Sichtlich erfreut und entspannt genoss Sergei Babayan, einer der großen Pianisten unserer Zeit, die ungewöhnliche Atmosphäre eines Open Airs. Die Anhänger von Klassik an der Donau, die teils jedes Mal seit 2008 mit dabei sind, trugen zwar ungewohnt keine Abendkleider oder Anzüge, sondern warme Fleecejacken. Das Urteil war trotzdem in der Pause und am Ende einstimmig: „Es war wundervoll.“ Das große Programm ging in die Nacht über und endete vielbeklatscht.